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Monitor richtig kalibrieren

Immer häufiger fragen uns Kunden nach Freigabeverfahren per Monitor. Denn der Trend geht in den letzten Jahren deutlich zur schnellen Kontrolle und Freigabe. Hierzu werden Softproof-PDF's per E-Mail versendet und auf dem Monitor kontrolliert. Die Druckfreigabe bzw. Autorenkorrektur erfolgt häufig kurz und knapp mit einer Antwort per E-Mail.

Die Vorteile dieses Verfahren sind, dass keine Kosten oder Zeiten entstehen für Plots, Proofs, Handmuster, Digitalabzüge, der Transport zum Kunden etc.
Die Nachteile sind, dass der Kunde kein formatgetreues, konfektioniertes Handmuster mehr erhält und keine farbverbindlichen Proofs mehr erstellt werden.

Ohne eine farbgetreue Kontrollausgabe ist der Monitor häufig die einzige Simulation, um Farben richtig darzustellen. Aber nur, wenn dieser vorher kalibriert worden ist. Das heißt, dass der Monitor mit Hilfsmitteln (Soft- und Hardware) in regelmäßigen Abständen eingestellt wird. Dabei wird mit einem Soll-/Ist-Abgleich die Abweichung, die Fehlertoleranz, festgestellt und mit einem automatisch erzeigtem Monitor-ICC-Profil entgegen gewirkt.
Stellt der Monitor beispielsweise zu wenig Rot dar, erhält die Grafikkarte über die Korrekturkurve des ICC-Profils die Anweisung, eine festgestellte Menge mehr Rot zu erzeugen. Ziel ist es dann, den Rotton in der Ausgabe zu erzeugen, der dem Original (dem PDF-Dokument) technisch entspricht.

Bei der Monitorkalibration wird nicht nur der Monitor als alleinstehendes Objekt vermessen, sondern auch das Umgebungslicht. Es ist von Bedeutung, dass die Lichtverhältnisse während der Arbeitszeit möglichst gleich bleiben. Deckenlampen und Schreibtischleuchten gelten als künstliches Licht und verfälschen die Wirkung der Farbe. Entweder sollte man auf unnatürliche Lichtquellen möglichst verzichten, oder verwendet Tageslicht-Lampen, häufig mit einem Farbtemperatur von 6.500° Kelvin.

Wenn Sie Fragen haben zum Thema Monitorkalibration, fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne.
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